Hagen-Tour

Bestaunen Sie schöne Riegelbauten und entdecken Sie die kuriosen Flurnamen. Geniessen Sie Ihren Proviant mit Blick auf die Vergangenheit, oder die herrliche Aussicht von «Oberti Hoba». Finden Sie heraus, was alles auf einem Grenzstein steht und erfahren Sie Spannendes über geschichtsträchtige Orte. Entdecken Sie den wortwörtlichen Höhepunkt der Strecke und vielleicht erblicken Sie eine «Rote-Liste»-Art.

Die Route Hagen bietet Ihnen eine vielfältige Strecke, mit kulinarischen, kulturellen, natürlichen und freizeitlichen Höhepunkten und lässt Sie die Reiat- und Randengemeinden des Regionalen Naturparks Schaffhausen auf sportliche Art erkunden. Dank Varianten können Sie die Route auf Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein lohnendes Auf und Ab – die Highlights warten auf Sie!

Zu den Routenunterlagen

Höhenmeter

565 m

Länge

48 km

Dauer

8:30 h

reine Fahrzeit

5:30 h
hagentour

Start in Schaffhausen

0,0 km

Kesslerloch

Vielen Schaffhausern ist das Kesslerloch ein Begriff. Das Kesslerloch zählt zu den bedeutendsten Fundstellen der späten Eiszeit in Europa. Es liefert Nachweise von Siedlungsspuren aus dem Jungpaläolithikum. Hier wurden bis 1980 Ausgrabungen vorgenommen, die unter anderem sogar Mammut-, Wollnashorn-, Steinbock- und Rentierknochen zum Vorschein brachten. Auch einer der ältesten Nachweise eines Haushundes beherbergte das Kesslerloch. Weiter konnten in der Höhle Schmuck, Gerätschaften, Werkzeuge und hunderte Geschossspitzen sichergestellt werden. Es trafen sich hier zu prähistorischen Zeiten Jägergruppen zur Jagd und in den Sommermonaten bot die Höhle ein willkommenes Obdach. Auch heute noch bietet das Kesslerloch Unterschlupf bei Regen, oder eine schöne Feuerstelle mit Picknickplatz. Geniessen Sie ihren Proviant mit Blick auf die Vergangenheit.

8,3 km

An diesem Ort

Der Biber entlang

Das kleine Flüsschen Biber ist der grösste Rheinzufluss zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen, wobei sie auf ihrem 24 Kilometer langen Weg in den Rhein ganze fünfmal die Grenze wechselt. Auch wenn sie nicht ganz so imposant ist wie andere Rheinzuflüsse, lohnt sich eine Fahrt entlang der Biber allemal. Gemütlich schlängelt sie sich durchs Bibertal und bietet Ihnen einiges zu entdecken, sowohl hinsichtlich Flora als auch Fauna. Oder Sie geniessen die entspannte Fahrt und lassen Ihre Gedanken mit der Biber davon fliessen. Die Biber, das Dorf Bibern, das Bibertal, die Bibermühle – hier darf auch das Tier Biber nicht fehlen. Vor 150 Jahren ausgerottet, kehrte das pelzige Tier um die Jahrtausendwende wieder zurück in die Biber. Vielleicht entdecken Sie ja selbst den Biber in der Biber.

11,4 km

An diesem Ort

Reiatstübli

Nachdem Sie durch die Gemeinde mit dem nördlichsten Rebberg der Schweiz gefahren sind, bietet sich Ihnen in der nächsten Ortschaft eine optimale Gelegenheit für eine kleine Auszeit. Geniessen Sie einen Kaffee mit Weitblick und stellen Sie ihr Velo kurz beiseite. Von «Oberti Hoba», heute bekannt als Opfertshofen, bietet sich Ihnen eine herrliche Aussicht. Dem Blick vom Reiatplateau auf das Vulkan- und Burgenland Hegau, vereint mit dem Blick ins Bibertal hinunter, kann man sich fast nicht mehr entziehen.

Die einst stark geschützte Landesgrenze zu Deutschland ist heute nur noch an den zahlreichen Grenzsteinen zu erkennen. Und die turbulente Vergangenheit liegt in den ruhigen Dörfern weit zurück. Bevor es also weiter geht, sollten Sie die behagliche Stille unbedingt ein wenig geniessen.

17,1 km

An diesem Ort

Tannbüel

Direkt vor Neuhaus am Randen zeigt ein Wegweiser die Richtung zum nur einige hundert Meter entfernten Tannbüel an. Als berühmtestes Naturschutzgebiet des Randens hat dieses kleine Fleckchen mehr als nur einen botanischen Augenschmaus zu bieten. Machen sie einen Abstecher auf den weichen Holzschnitzelwegen durch das schmucke Orchideenparadies. Der berühmte Gelbe Frauenschuh wartet zu Hunderten auf Sie und auch andere Pflanzenschätze wie das Weisse Waldvögelein, den Gelben Enzian und die Helm-Orchis können Sie bequem direkt vom Weg aus bestaunen. Sowohl für Kenner, als auch für Pflanzen-Neulinge ist das Tannbüel während der Blütezeit von Mai bis Juni ein Farbenspektakel sondergleichen. Das Gebiet gehörte einst im 14. Jahrhundert dem Schaffhauser «Spital des heiligen Geistes» und behält auch in Obhut der Bürgergemeinde Schaffhausen seine ruhevolle Stimmung, in der Sie sich optisch verwöhnen lassen dürfen.

24,8 km

An diesem Ort

  • Schutzgebiet mit Orchideen
  • Lehrpfad
  • Sitzgelegenheit
  • Feuerstelle

Schwarzer Stein

Sie befinden sich hier beim historischen Grenzstein Nummer 593 und somit an der Nordspitze der Schweiz. Beim «Schwarzen Stein», wie dieser Grenzstein im Volksmund auch genannt wird, wurden früher die Verbannten und Verurteilten von der Schaffhauser Obrigkeit nach Deutschland abgeschoben. Auch der Name «Gatterstein», was Ausgang bedeutet, weist auf diese alte Praktik hin. Heute jedoch steht dieser symbolträchtige Punkt für grenzüberschreitende Kooperation. Auch die neu hergerichtete Feuerstelle neben dem nördlichsten Grenzstein unterstreicht die heutige Gelassenheit dieses Ortes. Die friedvolle Waldstimmung von der Sie hier umgeben sind, ist von Geräuschen der Natur geprägt und bildet einen angenehmen Gegensatz zum hektischen Alltag.

Lauschen Sie den Klängen des Waldes, finden Sie heraus was alles auf einem Grenzstein steht und erfahren Sie Spannendes über diesen geschichtsträchtigen Ort.

26,9 km

An diesem Ort

  • Feuerstelle
  • Sitzgelegenheit
  • Infotafel

Hagenturm

Entdecken Sie den wortwörtlichen Höhepunkt der Strecke. Der Hagen ist nicht nur im Regionalen Naturpark Schaffhausen, sondern ebenso im ganzen Kanton der höchstgelegene Punkt. Mit 912 Metern über dem Meer hört sich dies auf den ersten Moment für Schweizer Masse noch nicht sehr beeindruckend an, jedoch ist es die Aussicht vom Hagenturm umso mehr. Vom 40 Meter hohen Stahlfachwerkturm bietet sich Ihnen ein Panoramablick auf den Schwarzwald, Hegau und sogar die Alpen. Wer sich vom Treppensteigen erholen will, findet auf dem Turm und an dessen Fusse, viele gemütliche «Bänkli». Und auf der weitläufigen Wiese, welche den höchsten Punkt Schaffhausens bedeckt, sind Sie von verschiedensten Feuerstellen zum Verweilen eingeladen. Auf dem Hagen bietet sich Ihnen eine wohlverdiente Pausenmöglichkeit.

32,2 km

An diesem Ort

  • Aussichtsplattform
  • Feuerstelle
  • Sitzgelegenheit

Chrüzweg

Bevor die wohlverdiente Abfahrt zu Ende geht, wird eine weitere Fernsicht geboten. Diese offenbart sich jedoch nur aufmerksamen Beobachtern. Entlang des «Chrüzwegs» erblickt man zwischen den unterhalb liegenden Baumwipfeln immer wieder das Alpenpanorama und die Sicht auf den Beginn des Klettgaus. Die ebenfalls unterhalb des Chrüzwegs gelegene «Suunhaalde» deutet auf die sonnenreiche Lage, der sich hier befindenden Hänge hin. Je nach Jahreszeit bietet sich Ihnen eine Farbenpracht der Blütenwelt, oder bereits das satte, orangefarbende Kleid der Wälder. Auch hier lädt Sie eine Feuerstelle zum Absteigen ein. Wo früher beim «Haafrüütili» wohl Hanf für Kleider und Schnüre angebaut wurde, befindet sich heute eine der zahlreichen Trockenwiesen und -weiden des Randens. Diese wertvollen, artenreichen Lebensräume bieten trockenliebenden Arten ein dringend benötigtes Refugium. Vielleicht entdecken Sie eine der dort beheimateten «Rote-Liste»-Art ja selbst.

38,2 km

An diesem Ort

  • Trockenwiesen
  • Feuerstelle
  • Sitzgelegenheit

Hemmental

Das beschauliche Dorf Hemmental treffen Sie im Herzen des Randens an. Eine Erkundung des langgestreckten Dörfchens lohnt sich sehr. Durch die Lage im Talboden wuchs und wächst dieses Dorf untypischerweise der Hauptstrasse entlang und nicht wie sonst oft ringförmig. Dies macht es Ihnen einfach das Dörfchen zu erkunden. Besonders der Dorfkern erstaunt mit schönen Riegelbauten und Überraschungen, nicht zuletzt da Hemmental bisher von grossen Baubooms verschont blieb. Entdecken Sie auch mit einem kurzen Spaziergang die etwas oberhalb gelegene Dorfkirche. Diese wurde unter Beratung Augusto Giacomettis restauriert und ist für Kulturinteressierte somit ein Geheimtipp.

Zurück beim Dorfbrunnen gibt es Wassernachschub und vielleicht entdecken Sie im Kern des Dorfes sogar noch ein Mitbringsel, oder die kuriosen Flurnamen auf den Wanderwegweisern.

41,5 km

An diesem Ort

Ankunft Schaffhausen

Das Städli «änne am Rhy» hat Charme und Ausstrahlung. Als nördlichste Stadt der Schweiz ist Schaffhausen vielen Schweizern unbekannt. Wer aber das Munot-Städtli besucht, verlässt es mit einem guten Gefühl und der Absicht wiedermal vorbei zu schauen. Die Präsenz der vergangenen Geschichte ist nicht nur im Museum spürbar, sondern in der ganzen Altstadt allgegenwärtig: Wo geschrieben steht «Lappi tue d‘Augen uf», was der Munot schon alles erlebt hat, wie viele Erker Schaffhausen schmücken und wo es die beste «Glacé» gibt sind nur einige der spannenden Fragen rund um Schaffhausen. Schlendern Sie durch die Altstadt und geniessen Sie den Abschluss der Velotour in einem Café, oder direkt am Rheinufer. Und wer von der Gegend stammt, hat bestimmt schon sein Lieblingsplätzchen gefunden, um die gelungene Velofahrt ausklingen zu lassen.

48,0 km

An diesem Ort


Tour-Partner

Pro Velo Schaffhausen engagiert sich für die Attraktivität und Sicherheit des Velofahrens in der Region. Der Verein fördert das Velo als gesundes, umweltfreundliches, kostengünstiges und erlebnisreiches Fortbewegungsmittel im Alltag und in der Freizeit. Velofahren bedeutet naturnahe Mobilität, weshalb es bestens zum Naturpark passt.