Osterfingen

Osterfingen – «Ein Veilchen, das im Verborgenen blüht»

Die isolierte Lage Osterfingens in einem Seitental des Klettgaus – «im Schpaalt hinne» – behinderte die wirt- schaftliche Entwicklung. Für das Ortsbild des Strassendorfes mit seinen typischen Schaffhauser Bauerngärten war dies jedoch kein Nachteil.

1 Schul- und Gemeindehaus

Die Aufgabe seiner Schule und seiner Gemeindeverwaltung schmerzt jedes Dorf. In Osterfingen musste man schon früher ohne solche Institutionen irgendwie zurechtkommen.

Dorfstrasse 57

2 Kirche St. Jakob

Ob es zu Zeiten des Klosters Rheinau in Osterfingen ein Gotteshaus gab, ist ungewiss. Zu Beginn des 14. Jahr- hunderts wird ein Pfarrgut (Widum) erwähnt, dessen Nutzung das Einkommen des Pfarrers der kleinen St. Jakob- Kapelle bildete. Damals hatte der Fürstbischof von Konstanz das Sagen, welcher Neunkirch zum Dekanatssitz erhob. Von hier aus wurden die Osterfinger seelsorgerisch betreut, bis 1817/18 ein Pfarrhaus gebaut wurde.

Dorfstrasse

3 Bergtrotte

Die Osterfinger Berg- oder Herrentrotte ist, inmitten eines zusammenhängenden Rebareals gelegen, das eigentliche Identifikationsobjekt für die jahrhundertealte Weinbautradition im Kanton Schaffhausen. Die Bergtrotte wurde 1584 erbaut und 1783 erweitert. Heute ist sie als öffentliches Restaurant ein Treffpunkt für Wanderer sowie ein beliebter Seminar- und Veranstaltungsort.

Trottenweg 38

4 Obere Mühle und Untere Mühle

Die beiden Müller besassen verbriefte Exklusivrechte auf das Wasser des Haartelbaches. Zudem profitierten sie vom streng überwachten Mahlzwang. Jenen Bauern, die billigere Mühlen aufsuchten, wurden hohe Bussen auferlegt. Deshalb gehörten die Müller lange Zeit zu den begüterten Osterfingern.

Dorfstrasse 42 und 28

5 Zwillingshöfe zum Ochsen und zum Hirschen

Bei Vogt Wyss fanden im 18. Jahrhundert die Gemeindeversammlungen statt, und in den Gasthöfen Ochsen und Hirschen traf sich ebenfalls die ganze Gemeinde. Weinfreunde fühlen sich hier auch heute noch wohl.

Dorfstrasse 54 und 52

6 Baugruppe zum Schnecken

Hier wohnten im 19. Jahrhundert ärmere Handwerker. Deshalb wird die Baugruppe zum Schnecken unterschätzt. Hier könnte sich früher ein Machtzentrum befunden haben.

Dorfstrasse 35 – 41

7 Zwilingshöfe Berg und Storchen

Erst 1838 kam Osterfingen zu einem eigenständigen Schul- und Gemeindehaus. Die Vorgeschichte aber ist kurios und komplex, und noch sind längst nicht alle Rätsel gelöst.

Trottenweg 3 und 1

8 Haus Sonnenburg

Die Dorfschmiede befand sich ursprünglich nicht in der alten Schmiede, sondern in der Nähe der Sonnenburg.

Dorfstrasse 49

9 Bad Osterfingen

Ob es die alten Römer hier toll getrieben haben, weiss man nicht. Später aber häuften sich die Klagen der Geistlichen, deren Kirchen am Sonntag leer standen. Heute weiss man das besondere Ambiente und die kulinarischen Köstlichkeiten in würdiger Weise zu geniessen.

Zollstrasse 17

10 Doppelhof zum Freihof

Die strikte Einhaltung der Dreifelderwirtschaft sorgte dafür, dass erst 1844 und 1846 Bauernhöfe in Haafpündte gebaut wurden. Die Initiative dazu hatte der ehemalige Badwirt ergriffen, möglicherweise weil Baden 1840 die Strasse durch das Wangental ausgebaut hatte. Man durfte auf eine Fortsetzung der Strasse auf Schaffhauser Gebiet spekulieren, was aber erst nach dem Bau der Eisenbahn 1863 Tatsache wurde. Nach 1890 wurde an einsamer Stelle das Zollhaus errichtet, welches 1946 ins Bad Osterfingen und schliesslich 1984 ins Wangental hinein an die Landesgrenze versetzt wurde.

Osterfingerstrasse 1

11 Gartenpfad

Osterfingen sorgt regelmässig für positive Schlagzeilen: mit seinem 2005 eröffneten Gartenpfad. Bemerkenswert, mit welch offensichtlicher Freude die Osterfinger Familien ihr Dorf Jahr für Jahr zum Blühen bringen.

Dorfstrasse 25

Unterlagen

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